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KIVOscanWebsite-Prüfung

Ist mein Chat-Widget überhaupt eine KI?

Nicht jedes Chat-Widget ist ein KI-System. Ein Live-Chat, bei dem ein Mensch antwortet, ist keine KI. Ein Entscheidungsbaum mit festen Antwortmöglichkeiten in der Regel auch nicht. Entscheidend ist, ob im Hintergrund ein Modell arbeitet, das Antworten selbst erzeugt.

Drei Arten von Chat-Widgets

Von außen sehen sie gleich aus, rechtlich sind sie es nicht:

  • Live-Chat: Ein Mensch tippt. Keine KI, keine Kennzeichnungspflicht aus der KI-Verordnung. Datenschutzrechtlich trotzdem relevant.
  • Regelbasierter Bot: Feste Fragen, feste Antworten, ein Entscheidungsbaum. In der Regel kein KI-System im Sinne der Verordnung.
  • Sprachmodell-Assistent: Erzeugt Antworten selbst, formuliert frei, kennt die Fragen vorher nicht. Das ist ein KI-System.

Das Problem: viele Werkzeuge können alles drei

Die verbreiteten Anbieter sind Plattformen, keine festen Produkte. Intercom, Tidio, Crisp, Zendesk oder HubSpot bieten alle drei Betriebsarten an, oft im selben Widget.

Von außen lässt sich nicht erkennen, welche Betriebsart eingeschaltet ist. Deshalb kennzeichnet KIVOscan solche Funde als "sofern KI-Funktionen aktiv sind" und nicht als Feststellung.

Wichtig. Die Frage "läuft in meinem Widget ein KI-Assistent" beantwortet zuverlässig nur ein Blick in die eigene Konfiguration oder eine Nachfrage beim Anbieter.

Werkzeuge, die immer KI sind

Bei einigen Diensten ist die Sache eindeutig, weil ihr Zweck die KI-Antwort ist. Dazu zählen etwa Botpress, Chatbase, Voiceflow, Google Dialogflow und die Sprachassistenten von ElevenLabs.

Wer eines davon einsetzt, muss die Frage nach der Betriebsart nicht mehr stellen.

Wie Sie es selbst herausfinden

Drei Wege, in dieser Reihenfolge:

  • In der Verwaltung des Widgets nach Begriffen wie "AI", "KI", "Assistent", "Bot" oder dem Produktnamen des Anbieters suchen. Bei Intercom heißt das Produkt "Fin", bei Tidio "Lyro", bei Freshworks "Freddy".
  • Den Bot selbst etwas Ungewöhnliches fragen, das in keinem Entscheidungsbaum steht. Antwortet er sinnvoll und frei formuliert, arbeitet ein Modell.
  • Beim Anbieter schriftlich nachfragen. Die Antwort gehört ohnehin zu Ihren Unterlagen.

Passt dazu

Stand dieses Artikels: 2026-08-01. Er erklärt die Rechtslage allgemein und bewertet keinen Einzelfall. Warum das kein Rechtsrat ist.

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