Ist das hier Rechtsberatung?
Nein. KIVOscan ist ein automatisiertes Informationswerkzeug. Es misst technische Indikatoren und ordnet sie einer gepflegten Regeldatenbank zu. Es bewertet keinen Einzelfall und trifft keine Aussage darüber, ob Sie eine Pflicht verletzt haben.
Was das Werkzeug tut
Es misst, was auf einer Website technisch vorhanden ist, und zeigt, welche Norm davon berührt sein könnte. Es nennt den Wortlaut, den Adressaten, typische Maßnahmen und den Stichtag.
Was es ausdrücklich nicht tut
Vier Dinge, die eine Prüfung Ihres Einzelfalls erfordern würden:
- Es sagt nicht, ob Sie eine Pflicht verletzt haben.
- Es trifft keine rechtliche Bewertung, auch nicht bei Note A.
- Es berücksichtigt nicht Ihre Verträge, Ihre Konfiguration oder Ihre Absprachen mit Dienstleistern.
- Es ersetzt keine anwaltliche Prüfung und keine Datenschutz-Folgenabschätzung.
Woran Sie das im Bericht erkennen
Die Sprache ist bewusst zurückhaltend. Es heißt "Indikator gefunden" statt "Verstoß", "berührt möglicherweise" statt einer Feststellung, "typische Maßnahme" statt einer Anweisung.
Diese Formulierungen sind keine Höflichkeit, sondern die Grenze dessen, was ein automatisiertes Werkzeug redlich sagen kann.
Wichtig. Für eine verbindliche Bewertung Ihres Falls wenden Sie sich an eine auf IT-Recht spezialisierte Kanzlei. Der Bericht ist eine gute Vorlage für dieses Gespräch, weil er die technische Bestandsaufnahme bereits enthält.
Was offen ist, und warum wir es hinschreiben
Einige Fragen des Regelwerks sind noch nicht anwaltlich bestätigt. Sie stehen offen unter Methodik und in jedem Bericht.
Ein Werkzeug, das seine eigenen Unsicherheiten verschweigt, wäre unbrauchbar. Wer sie liest, kann sie in seine Entscheidung einbeziehen.
Passt dazu
- Was kann die Prüfung nicht erkennen?Alles, was auf Ihrem Server passiert.
- Wie funktioniert die Prüfung genau?Ein Browser lädt Ihre Startseite und bis zu neun Unterseiten, ohne ein Einwilligungsbanner wegzuklicken.
- Bin ich Anbieter oder Betreiber, und warum ist das so wichtig?Die KI-Verordnung verteilt ihre Pflichten auf zwei Rollen.
Stand dieses Artikels: 2026-08-01. Er erklärt die Rechtslage allgemein und bewertet keinen Einzelfall. Warum das kein Rechtsrat ist.