Wie funktioniert die Prüfung genau?
Ein Browser lädt Ihre Startseite und bis zu neun Unterseiten, ohne ein Einwilligungsbanner wegzuklicken. Erkannt werden Dienste an ihren technischen Spuren: Skriptadressen, Cookienamen, Netzanfragen, Elemente im Seitenaufbau. Jeder Fund wird gegen eine gepflegte Regeldatenbank gehalten.
Der Ablauf, Schritt für Schritt
Eine Prüfung dauert je nach Website zwischen fünf und neunzig Sekunden.
- Die Adresse wird geprüft und aufgelöst. Adressen in privaten Netzen werden abgelehnt.
- Die robots.txt wird gelesen und befolgt. Wer uns aussperrt, wird nicht geprüft.
- Ein echter Browser lädt die Startseite. Es wird nichts angeklickt und nichts akzeptiert.
- Aus sitemap.xml oder den internen Links werden bis zu neun weitere Seiten bestimmt, bevorzugt Datenschutz, Impressum und Kontakt.
- Je Seite werden erfasst: ausgeführte Skripte, geparkte Skripte, Netzanfragen, Cookies, sichtbarer Text und der Seitenaufbau.
- Die Dienstliste des Einwilligungswerkzeugs wird abgefragt, sofern eines vorhanden ist.
- Alle Funde werden gegen die Signaturdatenbank und danach gegen die Regeldatenbank gehalten.
Woran ein Dienst erkannt wird
Jeder Anbieter hinterlässt Spuren. KIVOscan nutzt vier Arten, und ein Fund ist umso belastbarer, je mehr davon zusammenkommen:
- Skriptadresse: das Widget wird von einer bestimmten Adresse geladen.
- Netzanfrage: die Seite spricht zur Laufzeit mit einem bestimmten Server.
- Cookiename: der Dienst legt einen wiedererkennbaren Eintrag ab.
- Seitenaufbau: ein bestimmtes Element mit bestimmter Kennung taucht auf.
Warum kein Banner weggeklickt wird
Ein Klick auf "Alle akzeptieren" wäre eine Willenserklärung, die uns nicht zusteht. Vor allem aber würde er die Messung verfälschen: Wir wollen sehen, was ein Erstbesucher ohne Einwilligung ausgeliefert bekommt.
Was dadurch unsichtbar bliebe, holen wir über die geparkten Skripte und die Dienstliste des Einwilligungswerkzeugs, und kennzeichnen es getrennt.
Woher der Gesetzestext kommt
Jeder Wortlaut im Bericht stammt maschinell aus der amtlichen Quelle, mit Abrufdatum und Prüfsumme. Kein Sprachmodell erzeugt, ergänzt oder formuliert hier Gesetzestext, Fristen oder Bußgeldangaben.
Ein Sprachmodell kommt nur an einer Stelle zum Einsatz: um zu prüfen, ob eine Signatur fälschlich angeschlagen hat. Ob das stattgefunden hat, steht in jedem Bericht.
Wichtig. Der vollständige Rechenweg der Note steht offen unter Methodik. Eine Bewertung, die niemand nachrechnen kann, wäre im Streitfall wertlos.
Passt dazu
- Was kann die Prüfung nicht erkennen?Alles, was auf Ihrem Server passiert.
- Mein Cookie-Banner blockiert alles, warum findet der Scan trotzdem etwas?Weil KIVOscan absichtlich hinter das Banner schaut, ohne es wegzuklicken.
- Ist das hier Rechtsberatung?Nein.
Stand dieses Artikels: 2026-08-01. Er erklärt die Rechtslage allgemein und bewertet keinen Einzelfall. Warum das kein Rechtsrat ist.